Journalist rät zu Sprengung der Gas-Pipeline - „nur Scherz“
Gebetsmühlenartig fordern heimische Politiker seit Russlands Invasion der Ukraine einen Ausstieg aus russischem Gas. Geklappt hat das bislang gar nicht. Im Dezember 2023 lag der Anteil russischen Erdgases sogar bei 98 Prozent. Auf X scherzt ein Journalist nun, man solle einfach die Pipeline sprengen. Doch so recht darüber lachen will niemand.
Die Verträge zwischen OMV mit Gazprom laufen noch bis 2040 und verpflichten die OMV, große Mengen Erdgas von Gazprom zu kaufen, egal ob sie gebraucht werden oder nicht. Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) fordert ein Auflösen der Knebelverträge. Besonders realistisch scheint dieser Wunsch allerdings nicht zu sein. Also müssen radikalere Ideen her, um Österreich aus der Abhängigkeit Russlands zu befreien, findet Michael Jungwirt, Stellvertretender Chefredakteur der “Kleine Zeitung”, freilich nicht ohne Augenzwinkern. Auf X kommt sein Vorschlag allerdings gar nicht gut an.
Vermeintlicher Sarkasmus kommt nicht so gut an
“Ich fürchte, wir kommen nur aus dem russischen Gas raus, wenn irgendjemand die Pipeline sprengt …. müssen nicht gleich die Österreicher selbst machen”, schreibt der Journalist. Die Antworten reichen von: “Der Scherz war wohl nichts. Obwohl ich Sarkasmus extrem sympathisch finde”, über “Super Idee, sie strotzt nur so von typisch linker Wirtschaftskompetenz… Wissen sie eigentlich wieviel Prozent unseres Gases weiterhin aus Russland kommt?! Wollen sie Österreich ganz ausschalten?!”, zu “Wahnsinn! Das ist Anstiftung zum Terrorismus!!!!!!”.
Ich fürchte, wir kommen nur aus dem russischen Gas raus, wenn irgendjemand die Pipeline sprengt .... müssen nicht gleich die Österreicher selbst machen. https://t.co/afHmYlGu8r
— Michael Jungwirth (@MichelJungwirth) March 4, 2024
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