Die rot-pinke Legislaturperiode hätte eigentlich erst im Herbst geendet. Doch nun wählt Wien bereits am 27. April. Immer mehr Beobachter vermuten, der wahre Grund für die vorgezogene Wien-Wahl liege in der hohen Stadtverschuldung (exxpress berichtete).

Laut einer aktuellen Umfrage von Unique Research für „heute.at“ wird es auch in Wien zu einem blauen Beben kommen, die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig bleibt aber klar vorne. Die SPÖ wird derzeit auf 40 Prozent eingeschätzt, was einem leichten Rückgang von 1,6 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2020 entspricht. Wien sei ein Gegenmodell zu einer FPÖ-geführten Bundesregierung, erklärte der Bürgermeister bei einem Medientermin in der Klinik Floridsdorf. In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform Instagram bezeichnete sich die SPÖ als „Brandmauer gegen Rechts“ – exxpress berichtete.

FPÖ-Wien auf Höhenflug

Die FPÖ unter Dominik Nepp ist hingegen auf dem Weg zu einem Comeback. Nach lediglich 7 Prozent im Jahr 2020 verzeichnet die Partei nun einen beeindruckenden Zuwachs von 16 Punkten und erreicht 23 Prozent. Somit würden sich die Freiheitlichen im Vergleich zum Ergebnis von 2020 verdreifachen. Sollte Nepp dieses Ergebnis halten, würde die Wiener FPÖ das Ergebnis von Herbert Kickl bei der Nationalratswahl (20,6 Prozent in Wien) deutlich übertreffen und sich ab dem Frühjahr als zweitstärkste Kraft in der Stadt etablieren.

FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl (l.) und der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp.APA/GEORG HOCHMUTH

ÖVP und Grüne stürzen ab

Die Grünen behaupten derzeit den dritten Platz, müssen jedoch einen Verlust von rund 3,8 Prozent hinnehmen. Laut der aktuellen Umfrage stürzt die ÖVP ab und verliert unglaubliche zehn Prozent – was bedeutet, dass jeder zweite Wähler abspringt. Damit kommt sie nur noch auf schlappe zehn Prozent und belegt den vierten Platz.

Wiens ÖVP-Chef Karl Mahrer.APA/GEORG HOCHMUTH

NEOS überraschen

Trotz erheblicher Probleme in den Wiener Schulen, dem Scheitern der Ampel-Gespräche auf Bundesebene und der blassen Performance von Christoph Wiederkehr in der Stadtregierung kommen die NEOS derzeit auf neun Prozent – ein Plus von 1,5 Prozent.

Heinz-Christian Strache anl. der PK des Teams HC Strache „Heinz-Christian Strache zur Wahl 2025“ in Wien.APA/HELMUT FOHRINGER

KPÖ vor Einzug Strache und Bier-Partei chancenlos

Die KPÖ muss derzeit noch einen Prozentpunkt zulegen, um die erforderlichen fünf Prozent für den Einzug in den Wiener Landtag zu erreichen. Für Heinz-Christian Strache und die Bier-Partei scheint ein Einzug in den Landtag allerdings unrealistisch, beide kommen derzeit auf 1 Prozent.

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Kommentare

  • Miau sagt:

    Na hoffentlich schaffts endlich die KPÖ, damit es endlich auch eine linke Alternative für Protestwähler gibt. Der neoliberale Verfall der SPÖ müsste ja eigentlich eine Steilvorlage für die KPÖ sein … der Unmut vieler ist ja voll berechtigt. Die Hoffnungen, die in die FPÖ hineinprojiziert werden, sind aber so sicher nicht erfüllbar, weil die FPÖ auch wieder nur eine Partei der Herrschaft von Staat und Kapital ist.

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    1. Kaffee sagt:

      Mann o Mann, wie einfach muß man gestrickt sein um auch heutigen Tages immer noch glauben zu können, der Kommunismus (und sein Ableger Sozialismus) sei die Lösung der Probleme dieser Welt. Man schaue aktuell nach Nordkorea um zu sehen, welch Wohlstand dort herrscht.

  • Alfred Müllner sagt:

    SPÖ/NEOS beschließen eine Förderung für die Freunde des Pornografischen Film mit € 25.000-. Ludwig und Wiederkehr das DREAM -TEAM für SINNLOSES Geldverschwenden !

  • spaghetti007 sagt:

    Ich hoffe Kickl wird die Wiener Sozis so weit bringen das auch in Wien gespart wird.

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    1. Czatorisky sagt:

      EINSPAREN

      Ludwig
      Hacker
      Sima
      Hanke

      Ich vermute, dass es Artikel gibt, bei denen die KI automatisch FEHLER meldet. Lustig ist das.

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  • Chris sagt:

    Bei jedem 2. Kommentar

    WordPressfehler
    Doppelter Kommentar
    Wartet auf Freischaltung

    Seid ihr denn komplett ver.rückt geworden ? Ist eure KI durchgebrannt ? Wollt ihr 1984 umsetzen und nicht die Politik. Das ist ja nicht mehr auszuhalten.

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    1. Gültig „gegen“ Grün, ÖVP, SPÖ und NEOS wälhen und Freundschafft mit Russland! 🤩 ÖXIT und der Weg wird frei für den Weltfrieden. ☮️ sagt:

      Ich möchte in aller Deutlichkeit posten, dass ich das nicht bin , der da unter meinem Namen postet. Die Redaktion soll doch, wie in anderen Medien, zB KRONE die Poster erst nach Registrierung posten lassen.
      Ich zieh ich bis dahin zurück und wünsche meinem Namenstroll alles Schlechte!

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  • Logo sagt:

    Den Wienern (den paar noch echten) ist scheinbar nicht bewusst, was auf sie noch zukommtwenn sie wieder die Roten wählen,die Wien schon an den Bankrott gebracht gaben.

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  • STIMMVIEH sagt:

    Wenn die SPÖ nicht die Neuzuwanderer als Stimmvieh hätten würde es hier ganz böse für Rot in Wien aussehen.
    Wer hier darin ein System erkennt ist wohl ein Schelm.

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  • Chris hat fertig sagt:

    Viele Mitarbeiter von Staatsnahen Firmen und Institutionen müssen den Wahlzettel fotografieren um Nachzuweisen das man eh brav die Genossen gewählt hat.

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  • Michael sagt:

    Kürzlich gab der sozialistische Altpräsident Fischer ein Interview im Fernsehen. Was da über seine Lippen kam war unerträgliche Hetze gegen alles was nicht links-links ist. Nur weiter so! Und danke für die beste Wahlwerbung zur Stärkung der konservativen Mitte.

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    1. Nurse Ratched sagt:

      Nicht umsonst gehört(e) Heinz Fischer zum linkslinken Flügel der SPÖ. Zudem ist oder war er Präsident irgendeines Freundschaftsklubs mit Nordkorea. Was erwartet man sich folglich anderes als tumbes Rechtsbashing.

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  • neem sagt:

    jetzt , wo die schulden rasant über den zweisynaptischen schädel rollen , wollen sie sich leise davonschleichen wie diebe in der nacht , kein rückgrat ?

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  • Solidarisch sagt:

    Ich habe 2015 prophezeit, dass die SPÖ bei einer Nationalratswahl in 10 Jahren keine 25% mehr haben wird und habe Recht behalten. Die Idee die kritische Bevölkerung (SPD) als “Pack” und in Österreich als “Nazis” zu beschimpfen, war keine gute Idee. In weiteren 10 Jahren wird die SPÖ Wien keine 20% mehr haben. So viele Handaufhalter können sie gar nicht einbürgern. Der soziale Abstieg ist vorprogrammiert – und zwar unabhängig davon, ob Alt-Migrant oder Kleingarten-Sozi. Versprochen!

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