Jetzt auch das noch! Luis Rubiales sorgte während der Frauen-WM mit dem Kuss-Eklat für einen Skandal. Nun wurde bekannt, dass der mittlerweile ehemalige Präsident des spanischen Fußballverbandes auch noch mit Geldproblemen kämpft. Die finanzielle Situation veranlasste Rubiales dazu, seine Luxus-Wohnung in Madrid zu verkaufen. Laut der spanischen Zeitung “El Mundo” hat Rubiales seine Wohnung für 1,4 Millionen Euro zum Verkauf angeboten.

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Zu allem Überfluss muss der Ex-Funktionär doppelten Unterhalt für seine Töchter zahlen. Zuvor hat seine Ex-Frau eine Klage gegen ihn gewonnen. Darüber hinaus hat die spanische Nationalspielerin Jennifer Hermoso Anzeige gegen Rubiales erstattet. Um seine Rechtsstreits finanziell zu sichern, gibt der ehemalige spanische Fußball-Boss seine Maisonette-Wohnung im Nobel-Viertel Rosales in Madrid zum Verkauf frei. Dabei bleiben keine Wünsche offen. Die Wohnung erstreckt sich über zwei Etagen. Zudem verfügt sie über ein Schlafzimmer mit separaten Badezimmern. Hinzu kommt unter anderem noch ein privater Pool mit Zugang zu Gemeinschaftsgärten, ein Fitness-Studio, ein Kino.

Hermoso ermöglichte Strafantrag der Staatsanwaltschaft beim Staatsgerichtshof

Nach dem Sieg im Finale der Frauen-Weltmeisterschaft herzte Rubiales seine Spielerin Jennifer Hermoso. Doch dann küsste er sie auf den Mund. Dies sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt, beteuert er. Hermoso erklärte aber, sie habe sich “als Opfer einer impulsiven, sexistischen und unangebrachten Handlung gefühlt, der ich nicht zugestimmt habe”. Diese Szene sorgte weltweit für Empörung. Vor allem in den sozialen Medien musste Rubiales viel Kritik einstecken.

Die FIFA hat Rubiales anschließend für 90 Tage suspendiert. und leitete eine Disziplinarverfahren gegen ihn ein. Hermoso erstattete daraufhin Anzeige und ermöglichte damit einen Strafantrag der Staatsanwaltschaft beim Staatsgerichtshof. In der vergangenen Woche zog er schließlich die Konsequenzen und trat als Präsident des spanischen Fußballverbandes zurück. Möglich ist eine mehrjährige Sperre, die eine Rückkehr von Rubiales in eine andere Position verhindern würde.

Doch damit ist die Angelegenheit für ihn noch lange nicht erledigt. Der ehemalige Funktionär wurde am Freitag zu einer ersten Anhörung im Staatsgerichtshof in Madrid vorgeladen. Der Untersuchungsrichter Francisco De Jorge muss entscheiden, ob Rubiales wegen sexueller Aggression und Nötigung auf die Anklagebank kommt.