Am Sonntag verkündete die „Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich“ (IGGÖ), die Tewhid Moschee wieder öffnen zu wollen. Das Gebetshaus in Wien-Meidling war nach dem Terroranschlag am 2. November 2020 von den Behörden geschlossen worden, weil sich der Täter, Kujtim F., mitunter auch dort radikalisiert haben und es immer wieder zu Hasspredigen gekommen sein soll.

eXXpress verfügt über brisantes Material

„Die Schließung eines Gotteshauses muss in einem Rechtsstaat sachlich belegt sein und darf auf keinen Fall willkürlich erfolgen. Reine Beschuldigungen reichen ohne Beweise nicht aus“, kommentiert IGGÖ-Präsident Ümit Vural die Entscheidung des Schiedsgerichts.

Brisant: Der eXXpress verfügt über Material, das beweist, dass die Moschee ein Hort der radikalen Islamisten-Szene ist und Kujtim F. dort zum Mörder radikalisiert worden sein könnte.

Konkret geht es um höchst bedenkliche Vorträge des Imams der Tewhid Moschee, Muhammed Porca, die zwischen 2013 und 2015 entstanden sind. Porca ist laut Informationen eines Insiders übrigens noch immer Imam in der Murlingengasse!

Erschütternder Antisemitismus

So predigt Porca beispielsweise: „Die muslimischen Länder werden von Ungläubigen regiert, die Gefängnisse sind voll mit den Kämpfern auf Allahs Weg (diejenigen die den Dschihad kämpfen Anm. d. Übersetzers), die an die entlegensten Orte gegangen sind, um ihren muslimischen Geschwistern zu helfen“.
Zudem ruft der Imam Gott um Hilfe im Kampf gegen die Ungläubigen: „Allah hilf den muslimischen Armeen … hilf ihnen gegen das Volk der Ungläubigen.”

Erschütternd ist vor allem der Antisemitismus, der von Porca vorgebetet wird. So sagt er beispielsweise:
„Die Juden sind nicht verflucht aufgrund ihrer Unwissenheit, sondern eben genau deswegen, weil sie wissen. Aber sie sind nicht verflucht aufgrund dessen, dass sie wissen, sondern, dass sie nicht danach handeln! Und so ist es mit jedem, der sie in der Hinsicht nachahmt.“

"Evolutionstheorie von Juden erfunden"

Es ist äußerst denkbar, dass Kujtim F. in der Murlingengasse ähnlichen Predigten lauschte, wie jene des dortigen Imams Porca aus dem Jahr 2014:

„Die Juden waren gegen Muhammed, weil der Prophet enthüllte, dass ein Teil der Juden als Strafe in Affen und Schweine verwandelt wurden. Das war eine große Schande in ihrer Geschichte, welche sie zu verbergen versucht haben … doch dann, als dies verkündet wurde, sind sie mit Darwin gekommen, der offen sagt Es sind ja nicht nur die Juden sondern wir alle und der dann behauptet hat, wir Menschen stammen vom Affen ab”. Und weiter: “Die Juden versuchen also historische Fakten zu verändern und zu verklären. Und das womit sie gestraft wurden anders zu interpretieren und diese Schande zu verbergen.”

„Den Juden wird die weltliche Herrschaft von Gott gegeben, diese werden sie jedoch missbrauchen und Krieg, Chaos und Unmoral verbreiten. Sie werden die weltliche Macht und Herrschaft bekommen aber gleichzeitig Chaos verbreiten. Wir sehen heute, wenn wir die Protokolle der zionistischen Schreiber und Herrscher lesen, dass sie diese Theorie bestätigen, nämlich im Glauben, dass sie ihre Macht am besten sichern können, indem sie Chaos unter den Menschen verbreiten. Sie versuchen immer die Jugend aller Völker zu zerstören, indem sie Unmoral unter ihnen verbreiten durch Alkohol, Drogen etc.”

"Egal ob durch Hitler oder Goliath"

Besonders brisant: Porca erklärte in einer seiner Predigten, Hitler wäre von Allah die Macht über die Juden gegeben worden: “Gott wird sie dann jedoch, durch andere Menschen, denen die Macht über sie gegeben wird, strafen bis zum jüngsten Tag. Egal ob durch einen Hitler, oder einen Goliath … aber dies muss und wird so geschehen! Weil sie verflucht sind und es nichts Gutes in ihnen gibt! Und das bis zum jüngsten Tag! Immer wird jemand kommen, der sie auf die schlimmste Art und Weise abschlachtet … Das letzte was mit ihnen (Juden) geschehen wird, ist dass sie die ersten Helfer des Dajjal (Antichrist) werden.”

Die Moschee in Meidling wurde nach dem Anschlag vom November gesperrt - zu unrecht, findet die Islamische Glaubensgemeinschaft findetFoto: BMI

Raab hat kein Verständnis für die Öffnung der Moschee

Kultusministerin Susanne Raab (ÖVP) bezeichnete die Entscheidung der islamischen Glaubensgemeinschaft als “absolut nicht nachvollziehbar und unverantwortlich. Es handelt sich nämlich um jene Moschee, in der sich der Attentäter von Wien mehrfach aufgehalten und wo nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden seine Radikalisierung begünstigt wurde. Diese Sicherheitslage wurde der IGGÖ von den Behörden mündlich und schriftlich bescheinigt.” Zudem habe die Islamische Glaubensgemeinschaft selbst die Moschee als salafistische Einrichtung bezeichnet. Raab forderte die Glaubensgemeinschaft daher auf, “konsequent und mit aller Entschlossenheit gegen jede Form von Extremismus vorzugehen. Moscheen sind kein rechtsfreier Raum”, sagte Raab

Keine Stellungnahme zu den Predigten des Imams

Eine eXXpress-Anfrage zu den Predigten des Imams in der Murlingengasse an die IGGÖ blieb unbeantwortet.

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